Die USA vor der Präsidentschaftswahl

Mit Dr. Stefanie Ehmsen

Di 06.10.2020 /
19.00 – 21.45 Uhr
Brunosaal der kath. Kirchengemeinde St. Bruno,
Klettenberggürtel 65, 50939 Köln
Straßenbahn Linie 18, Haltestelle Sülzgürtel
Eintritt frei * wegen Corona begrenzte Teilnahme: Anmeldung erforderlich
Videostream ist geplant

Am 3. November wird in den Vereinigten Staaten ein neuer Präsident gewählt. Wer hat die besseren Chancen, der republikanische Amtsinhaber Donald Trump oder der demokratische Herausforderer Joe Biden? Welche Rolle spielt der Populismus im Wahlkampf, welche Wirkung hat der Umgang mit dem Corona-Virus auf die Wählerschaft? Wird Donald Trump mit seinem gegen „Black Lives Matter“ gerichteten, rassistischen Programm noch einmal Erfolg haben? Was ändert sich im Falle eines demokratischen Wahlsiegs? Und welche Rolle spielt die wachsende US-amerikanische Linke?

Eine Einschätzung aus erster Hand von Dr. Stefanie Ehmsen, die von 2012 bis 2018 das New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung leitete.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Friedensbildungswerk Köln.

Rundbrief: Themen für das zweite Halbjahr

Liebe FreundInnen,

unsere letzte Online-Veranstaltung mit Gerd Bosbach war relativ gut besucht – mittlerweile ist bei den Zoom-Veranstaltungen „der Lack ab“, d.h. die Teilnehmerzahlen sinken und pendeln sich auf dem Niveau von Präsenzveranstaltungen ein. Nach der Sommerpause wollen wir auch wieder Präsenzveranstaltungen durchführen.

Fest im Programm haben wir eine Veranstaltung zu den bevorstehenden Wahlen in den USA, angesichts von Wirtschaftskrise und den Auseinandersetzungen um Rassismus. Am Dienstag, 6. Oktober wird Stefanie Ehmsen, langjährige Leiterin des New Yorker Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dazu auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Friedensbildungswerk Köln sprechen. Der Raum steht noch nicht fest.

Mit einigen Freunden haben wir darüber diskutiert, dass in unserem Programm recht wenig Themen auftauchen, die ein gewerkschaftlich orientiertes Publikum ansprechen könnten. Gesellschaftspolitisch haben wir einiges anzubieten zu Themen wie Wohnen, Umwelt, Verkehr, Pflege und Gesundheit, doch wo bleiben klassische betriebliche Konflikte um Arbeit, Mitbestimmung, Lohn etc.? Diese Frage kann man an das gesamte Themenspektrum der Stiftung stellen, auch an unseren Gesprächskreis – doch der ist von seiner sozialen Zusammensetzung von diesen Themen relativ entfernt. Bekanntlich wohnen in Sülz und Klettenberg, den namengebenden Stadtteilen und dem historischen Stammplatz unseres Gesprächskreises, recht wenige Menschen, die in klassischen Arbeiterberufen unterwegs sind. Nun gibt es in den Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge, des Klimas, der Umwelt etc spürbare Bewegungen, aber wäre es nicht unsere Aufgabe, im engeren betrieblichen Umfeld Bewegungen zu initiieren?

Meine Meinung: Da würden wir uns als Forum für politische Bildung und Debatte überfordern. Wir sind keine Partei oder Gewerkschaft. Abgesehen von den spezifischen Milieuproblemen unseres Gesprächskreises. Gern können wir darüber eine Diskussion führen, eure Meinung ist gefragt.

Dies im Hintergrund haben wir bisher zwei weitere Themen ins Auge gefasst:

1. Im Herbst stehen Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Nahverkehr an. Und es gibt Initiativen zur Verkehrswende – hier hängen Interessen von Beschäftigten und von Betroffenen dieses Bereichs öffentlicher Daseinsvorsorge – zu denen wir zählen – eng zusammen, können aber auch in Konflikt miteinander geraten. Also: Eine Veranstaltung zum Thema „öffentlicher Nahverkehr“, Verkehrswende. Wer daran Interesse hat und etwas beitragen kann, Ideen dazu hat, bitte melden.

2. Die RLS hat eine Studie zur Transformation im Braunkohle-Energie-Sektor im Rheinland in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse werdend demnächst vorliegen. Auch hier kann es Interessenkonflikte zwischen Beschäftigten und den allgemeinen Umweltinteressen geben. Auch das wollen wir thematisieren.

Soviel erstmal unsere bisherigen Überlegungen. Weitere Ideen und Vorschläge sind herzlich willkommen.

Besten Gruß

Karl-Heinz Heinemann