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Erkämpfte Demokratie – Gefährdete Demokratie

100 Jahre Demokratie in Deutschland
– eine Geschichte von Erfolgen, Niederlagen, Kämpfen und Gefahren
Mittwoch, 07. November 2018 | 19:00 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt

Details zum Ablauf und zur Anmeldung unter https://koeln-bonn.dgb.de/-/2Vb
Impuls:
Prof. Dr. Heribert Prantl: Jurist,
Journalist, Mitglied der Chefredaktion
Süddeutsche Zeitung
Hundert Jahre sind nicht genug.
Demokratie muss man lernen, immer
und immer wieder. Glanz und Elend einer
Staats- und Gesellschaftsform.
Diskussion:
Anja Weber, Vorsitzende DGB NRW
Dr. Anja Kruke, Leiterin des Archivs
der sozialen Demokratie der Friedrich-
Ebert-Stiftung
Prof. Dr. Michael Brie, Mitarbeiter
des Instituts für Gesellschaftsanalyse
der Rosa Luxemburg Stiftung
Dr. Witich Roßmann, DGB Vorsitzender
Köln, Moderation
Vor 100 Jahren – im November 1918 – widersetzten sich Kieler Matrosen einem unsinnigem Befehl, lösten mit der Novemberrevolution den Sturz des Kaiserreiches aus. Arbeiter- und Soldatenräte schlugen die Bresche für die erste parlamentarische Republik in Deutschland – die Weimarer Republik, inklusive Frauenwahlrecht und erster Mitbestimmung in Betrieben.
Dieser demokratische und gesellschaftliche Aufbruch nahm allerdings 1933 mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein jähes Ende. Am Ende der Zerschlagung von demokratischen  Parteien, Gewerkschaften,  Wahlrecht und Mitbestimmung standen nationalistisch und rassistisch begründeter Krieg, millionenfacher Tod und ein zerstörtes Deutschland.
Im Nachkriegsdeutschland entstand mit der Bundesrepublik ein stabiler demokratischer Rechtsstaat, zu dessen Grundbestand die Achtung der Menschen- und Bürgerrechte gehört.
Doch diese demokratischen Errungenschaften stehen heute auf dem Spiel – die universelle Geltung der Menschenrechte wird von rechten Kräften in Frage gestellt, Regierungen untergraben Rechtsstaatsprinzipien.
Die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung hatte großen Anteil an der Eroberung der Demokratie 1918/19. Sie hat ein großes Interesse am Erhalt, am Ausbau der Demokratie – im Staat, in der Gesellschaft, in den Betrieben. Deshalb wollen wir die historischen Erfahrungen reflektieren und daraus Schlussfolgerungen für die Entwicklung der Demokratie heute ziehen.

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Mit voller Fahrt in die imperiale Lebensweise?

 

mit Uli Brand (Universität Wien)

Donnerstag, 26. Juli 2018 19.30 Uhr

Allerweltshaus Köln Körnerstraße 77-79

Veranstaltung von ausgeco2hlt Köln in Kooperation mit dem Allerweltshaus und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

 

 

 

Immer mehr Menschen wissen um die sozialen und ökologischen Krisen – Warum verfestigt und verallgemeinert sich global trotzdem eine diese Krisen verursachende Lebensweise? Zum Beispiel im Fall der Automobilität. Ist unsere Art zu Leben und zu Wirtschaften imperial? Diese Fragen möchten wir an diesem Abend mit euch diskutieren. Weder Konsument*innen, die Industrie noch Politiker*innen nehmen die notwendigen Veränderungen vor, um die allen bewusste Zerstörung und Ausbeutung von Umwelt, Klima und Menschen zu beenden. In der Veranstaltung wollen wir diesen Widerspruch mithilfe des Konzepts der imperialen Lebensweise verstehen. Gemeinsam mit euch wollen wir aber auch überlegen, was wir mit politischem Handeln verändern können.

 

Ulrich Brand veröffentlichte 2017 zusammen mit Markus Wissen das Buch „Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus“ (oekom Verlag).

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Krise und Landraub in Griechenland

mit Prof.em. Costis Hadjimichalis (Harokopio Universität Athen)

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:30 – 22:00 Uhr

Melanchthon Akademie
Kartäuserwall 24B
50678 Köln

Mit konsekutiver Übersetzung Deutsch-Englisch.

 

 

Die Kreditkrise Griechenlands ist Ausdruck der globalen Krise und fällt mit der zunehmenden Finanzialisierung, also dem Trend zu Investitionen in Vermögenswerte, zusammen. In Griechenland richtet sich das Interesse der Investoren seit 2010 vor allem auf öffentliches Eigentum. Zur bevorzugten Zielscheibe dieser Investoren wurden die wichtigsten Landeigentümer Griechenlands: der griechische Staat, Kirchen, Klöster und Banken.
Costis Hadjimichalis beschreibt die Privatisierung vormals öffentlichen Eigentums als „Landraub“. Er wurde erleichtert, weil aus dem Planungsrecht protektionistische und auf sozialen Ausgleich abzielende Elemente entfernt wurden. Dazu kommt der schleichende Landraub von Wohnraum und landwirtschaftlichen Flächen kleiner Privateigentümer*innen in der Folge von Steuererhöhungen.

Costis Hadjimichalis stellt diese Landraubprozesse in Griechenland in der Folge der globalen Krise dar. Im Anschluss an den Vortrag bleibt Zeit und Raum für eine eingehende Diskussion der vorgestellten Befunde, Thesen und Möglichkeiten zum politischen Handeln.

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Auf dem Weg in eine andere Republik?

Neoliberalismus, Standortnationalismus und Rechtspopulismus
​mit Christoph Butterwegge/Gudrun Hentges​/Bettina Lösch
Deutschland hat sich nach der Vereinigung von BRD und DDR durch die anhaltende Hegemonie, d.h. die öffentliche Meinungsführerschaft des Neoliberalismus, den „Um-“ bzw. Abbau des Wohlfahrtsstaates sowie die sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich, aber auch die Folgen der globalen Finanzkrise und den erstarkenden Rechtspopulismus hinsichtlich seiner Sozialstruktur ebenso wie hinsichtlich seiner politischen Kultur tiefgreifend verändert. Befinden wir uns mithin auf dem Weg in eine andere Republik?
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E​uropa neu begründen – mit Macron, einem europäischen Finanzminister und Pesco (der europäischen Rüstungskoordination)?

Dienstag, 19. Juni, 19:30 h

Salon Freiraum,
Gottesweg 116a,
50939 Köln

Mit Thilo Janssen, wiss. Mitarbeiter der europäischen Linksfraktion​
Europa steht vor neuen Herausforderungen – innerhalb der EU nehmen die sozialen Gegensätze zwischen Gewinnern und Verlierern zu, und außenpolitisch erweist sich die atlantische Allianz mit den USA nicht nur als brüchig, sie wird geradezu zur Gefahr. Wenn Macron jetzt einen europäischen Finanzminister fordert findet man das in Berlin nicht lustig, aber PESCO, eine europäische Rüstungskoordination, d.h. einen Ausbau europäischer Streitkräfte sieht man schon als Antwort auf die Unberechenbarkeit der USA.

Programmänderung: Aufstehen – oder sitzen bleiben?

am Dienstag, 18. September,

wie üblich 19:30 h in der Galerie Freiraum, Gottesweg 116 a, 50939 Köln

Wir wollen über die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“, initiiert von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine diskutieren. Ist diese Initiative ein Schritt, um linke Mehrheiten zu organisieren und dem Rechtstrend entgegenzuwirken – oder spaltet und schwächt sie die gesellschaftliche Linke?

Martin Höpner, Professor am Max-Planck- Institut für Gesellschaftswissenschaften, wird seine Beweggründe für die Unterstützung der Initiative kurz erläutern und Paul Oehlke, Sozialwissenschaftler und aktiv in verschiedenen Basisbewegungen  wird ebenso kurz seine Kritik an dem Unternehmen vortragen.