Mit Unsicherheiten leben – auch bei Daten und Corona

Mit Gerd Bosbach

Dienstag, 23. Juni, 19:30 bis 21:00

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Gerne glauben wir Zahlen, sie verbreiten Sicherheit, sind seriös und objektiv. Auf die können wir unsere Auffassung aufbauen oder auch stützen. Ein gefährlicher Irrglaube, wie wir bewusst nachdenkend auch wissen. Aber dann kommt die nächste auf Zahlen beruhende Meldung – „Am Schlimmsten von Corona betroffen sind die USA“, „In Russland steigt die Zahl der Infizierten extrem“ oder auch positiv „Deutschland steht gut da“ – und wir fühlen uns in unserem Wissen bestätigt. Liegt der Glaube an den Fakten oder der ständigen Wiederholung?

Natürlich sind Statistiken wichtig, wenn sie richtig erhoben und eingesetzt werden.

Der Statistiker und Mathematiker Gerd Bosbach hat das seit vier Jahrzehnten beobachtet und analysiert. Von der Beratung der wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages bis zur direkten Nutzung durch einen Interessensverband. Entsprechend geschult war er entsetzt, wie und welche Daten zu Corona erstellt und als scheinbare Sicherheit verbreitet wurden. Dem RKI hat er harsche Vorwürfe gemacht.

Aber Vorsicht: Falsche Datenbegründung heißt nicht zwangsläufig schlechte Maßnahmen. Und wie hätte man an saubere Fakten kommen können? Er wirbt mit kritischem Blick auf die Welt der Zahlen für Sorgfalt und Offenheit bei der Abwägung von Argumenten.
Wir müssen mit Unsicherheiten leben, auch bei den sogenannt harten Fakten.