Sanders, Trump und Co

Der US-Wahlkampf polarisiert

Vortrag und Diskussion mit Ethan Young, New York

Montag, 07.03.2016 | 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Naturfreundehaus Kalk, Köln
Kapellenstraße 9a
51103 Köln

Urheber: katerkate/flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Das Jahr 2016 wird in den USA durch den Präsidentschaftswahlkampf geprägt werden. Am 8. November wird ein neuer Präsident gewählt werden und der laufende Vorwahlkampf wird durch massive rassistische Angriffe auf Migranten und nicht-weiße Teile der Bevölkerung geprägt.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der nächste Präsident aus dem Lager der Republikaner kommen wird. Mehrere ihrer aussichtsreichen Kandidaten stehen der Tea-Party nahe und die Alternative zu ihnen ist der von seinen Kritikern als Rassist bzw. sogar als Faschist bezeichnete Milliardär Donald Trump.

Wie gelingt es dem organisatorischen Motor der Republikaner, der ultra-rechten Tea Party Bewegung, in der Gesellschaft mit ihrer nationalistischen und rassistischen Politik mehrheitsfähig zu werden? Was unterscheidet sie von der bisherigen politisch konservativen und ökonomisch neoliberalen Politik? Welche Auswirkungen haben ihre Kampagnen auf die Einstellungen der Menschen und die Gesellschaft der USA? Und welche Bedeutung hätte ein ultra-rechter Präsident auf die Außenpolitik der USA?

Ein Blick soll auch darauf geworfen werden, ob der demokratische Bewerber Bernie Sanders eine Alternative wäre? Allerdings nicht nur im Sinne einer realistischen Wahlalternative, sondern vor allem im Sinne eines alternativen, nicht-rassistischen Angebots, mit dem es gelingt, Mehrheiten gegen rechts zu mobilisieren.

Leben, Bauen, Wohnen – verdienen?

Vortrag von Angelika Simbriger

Dienstag, 15.03.2016 | 19:30 Uhr

400 000 Wohnungen fehlen in Deutschland, mindestens 150 000 müssten im öffentlich geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Doch dafür fehlen die Instrumente, nachdem Ende der 1980er Jahre die Wohnungsbaugenossenschaften weitgehend beerdigt wurden. Doch seit der Jahrtausendwende sprießen wieder neue Formen gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens, die Angelika Simbriger vorstellte: Mehrgenerationenprojekte, Frauengemeinschaften, junge Familien. Angelika Simbriger sieht darin eine Chance, den Trend zur Individualisierung zu stoppen. Besonders ermutigend sind Zürcher Modelle, etwa das Projekt Kalkbreite.  (persönlicher Hinweis auf ein interssantes Mehrgenerationenprojekt in Leipzig: Schöner Hausen)

Hier die Präsentation von Angelika Simbriger: RLS finale Version [Kompatibilitätsmodus]

In der Diskussion wurde gefragt, ob denn diese selbst organisierten Modelle die akute Wohnungsnot beheben könnten. Hingewiesen wurde auf das Konzept der Stadt Köln, neue Nutzungsflächen zu finden. Eine sinnvolle Initiative wäre es, im Stadtteil Leerstand und ungenutzte Flächen nachzuweisen.