Linker Populismus – was soll das? – Mit Mario Candeias

Donnerstag, 23. Juni, 19:30 h
Salon Freiraum, Gottesweg 116 a, 50939 Köln
Wir, die 99 Prozent, gegen die – das eine Prozent, die „Kaste“ – Das Großkapital, die Politiker, die beherrschenden Medien. Mit dieser Aufstellung ist Podemos in Spanien einigermaßen erfolgreich, und auch Syriza war es. Und bei uns? Linke Politik hätte eine Mehrheit, wenn es um den Verbot von Waffenexporten geht, um die Verhinderung von TTIP, un eine gerchte Umverteilung, also um Vermögens- und Erbschaftssteuern, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dennoch gelingt es nicht, wirklich linke Mehrheiten in Deutschland zustande zu bringen. Linker Populismus arbeite, wie der rechte, mit einem Freund-Feind-Schema, konstruiert eine Gruppe durch die Konstruktion eines Feindes, in Anknüpfung an Carl Schmitt, den Rechtstheoretiker einer „konservativen Revolution“ – und unterscheidet sich deshalb auch nicht sehr vom „rechten Populismus“. Populisten sprechen Emotionen an, personalisieren, wo es nötig wäre, Gesetzmäßigkeiten aufzuzeigen. Wirklich? Wie sonst als auch mit Emotionen und Feindbildern will man zu linken Mehrheiten in der Republik kommen? Darüber spricht, und darüber diskutieren wir mit
Mario Candeias, dem Direktor des „Instituts für Gesellschaftsanalyse“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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