Mit der Stiftung in Athen

Von einer gelungenen Athen-Woche mit der RLS NRW zurück. Wir haben Nachbarschaftsinitiativen besucht, eine Sozialklinik, ein besetztes großes Hotel , das City Plaza, mit fast 400 Flüchtlingen, einen Stadtrundgang mit Obdachlosen, eine Stadtteilinitiative mit Essensausgabe und Nachhilfeeunterricht. Und, ja, wir waren auch im Parlament, haben Menschen kennengelernt, die fest zu Syriza stehen – there is no alternative – und eben einige, die sich enttäuscht in die Opposition begeben haben.
Und wir? Die nach wie vor breite Vielfalt an Selbsthilfe gibt Zuversicht. Bei aller kritischen Disstanz sollten wir uns davor hüten, in die verbreitete Häme über Tsipras und seine Regierung einzustimmen. Sie sind an der Regierung, aber nicht an der Macht. Und da täte den Freunden dort gelegentlich mehr Ehrlichkeit gut. Sie müssen nicht jeden Scheiß schönreden, zu dem sie gezwungen werden.
und noch etwas, ganz wichtig: Dieses von der EU geschundene Land mit 10 Mio Einwohnern hat eine Million Flüchtlinge beherbergt. Zusagen der Eu an logistischer und finanzieller Unterstützung wurden nicht eingehalten. Da sollte jedem/r bei uns das Gerede von Obergrenzen und Aufnahmekapizitäten im Halse stecken bleiben. Syriza hin, Troika her – dort gibt es noch Solidarität. Und das bleibt erst mal als ein Vorbild, auch wenn die Regierung an die Wand gedrückt wurde.

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